MBSR

ist die Abkürzung von «Mindfulness-Based Stress Reduction» und kann übersetzt werden mit «Stressbewältigung durch die Praxis der Achtsamkeit».

Entwickelt wurde MBSR von Prof. Dr. Jon Kabat-Zinn, dem Gründer der Stressreduktionsklinik an der University of Massachusetts Medical School. In den letzten 30 Jahren haben dort viele tausend Menschen an Kursen teilgenommen, die von Kabat-Zinn und seinen Mitarbeitern durchgeführt wurden.

 

Die Kurse werden inzwischen an vielen anderen Kliniken, sozialen sowie pädagogischen Institutionen und in Unternehmen innerhalb der USA und zunehmend auch in Europa mit großem Erfolg angeboten und durchgeführt.

Im Mittelpunkt des MBSR-Programms steht die Entwicklung und Kultivierung der Achtsamkeit, d.h. der Fähigkeit, mit der Erfahrung des gegenwärtigen Moments in Kontakt zu sein und zu bleiben, ohne sich in Gedanken, Bewertungen, Sorgen oder Ängsten zu verlieren.

 

MBSR wird hauptsächlich im Rahmen eines 8-Wochen-Kurses unterrichtet. Der Schwerpunkt liegt  auf der Vermittlung und Einübung verschiedener Achtsamkeitsübungen, sprich formalen Meditationsarten. Hinzu kommen Kurzvorträge und Gruppengespräche zu spezifischen Themen. Das wichtigste Element stellt jedoch die eigene Übung der KursteilnehmerInnen zu Hause zwischen den Kursterminen dar.


 

Die Wirkung von MBSR

beruht im Wesentlichen auf der Schulung der Achtsamkeit. Die regelmäßige Übung der Achtsamkeit trägt zu mehr Wohlbefinden im Alltag bei und fördert einen bewussteren Umgang mit Stress. Viele MBSR - Übende berichten darüber, dass sie durch die Integration der Achtsamkeitsmeditation in ihren Alltag mehr Sinn in ihrem Leben erkennen und weniger mit negativen Emotionen zu kämpfen haben.

Bei den evidenzbasierten Studien von Kabat-Zinn und vielen anderen kristallisierten sich folgende Ergebnisse bei den TeilnehmerInnen heraus:

  • mehr innere Ruhe und Gelassenheit
  • eine erhöhte Fähigkeit, sich zu entspannen
  • eine Verbesserung der Körperwahrnehmung
  • eine bessere Bewältigung von Stresssituationen
  • eine dauerhafte Verminderung von körperlichen und psychischen Symptomen
  • Verbesserung des Umganges mit Krankheit und Schmerz
  • wachsendes Selbstvertrauen und größere Selbstakzeptanz
  • mehr Gelassenheit und Lebensfreude 

Inzwischen ist die Wirksamkeit von MBSR bei allgemeinem Stress und verschiedenen psychosomatischen oder stressbedingten Krankheitsbildern wie Hauterkrankungen, Bluthochdruck oder Herzproblemen, chronischen Schmerzen, Depressionen oder Ängsten in diversen Studien wissenschaftlich gut belegt und eindrücklich bestätigt, z.B.

 

Majumdar, M., Grossmann P. et al: Does mindfulness meditation contribute to health? Outcome evaluation of a German sample. The Journal of Alternative and Complementary Medicine 8: 719-730, 2002

Viele weitere Studien finden Sie auf der Seite des MBSR-Berufsverbandes:
http://www.mbsr-verband.org/forschung.php

 

Schon 20 Minuten tägliche Meditationspraxis können ausreichen, um Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit deutlich zu verbessern. Außerdem berichten die Teilnehmenden an den vielen verschiedenen Studien überwiegend, dass sie sich gelassener und zufriedener fühlen und ihr Leben weniger fremdbestimmt empfinden.

 

Durch regelmäßige Praxis nimmt der Stress ab und mehr Energie, Lebensfreude und Entscheidungsfreiheit tauchen auf. Darüber hinaus fördert Meditation die körperliche Entspannung und verstärkt die Immunabwehr.