Mitfühlend leben - MBCL

 

Das Programm „Mitfühlend leben“ (Mindfulness-Based Compassionate Living) wurde von Erik van den Brink und Frits Koster entwickelt und basiert z.T. auf Arbeiten von Paul Gilbert,  Christopher Germer, Kristin Neff und Rick Hanson.

Es bietet Übungen an, um  Wärme, Sicherheit, Akzeptanz und Verbundenheit mit sich selbst und anderen erfahren zu können und zielt vor allem darauf ab, einen fürsorglichen, liebevollen Umgang mit sich und einer ggf. vorliegenden „Problematik“ zu entwickeln.

 

Das MBCL - Programm stellt einen Weg zum Umgang mit unterschiedlichen Formen menschlichen Leidens dar und richtet sich an alle Personen, die bereits ein Achtsamkeitstraining absolviert, dieses als bereichernd erlebt haben und nun ihre Praxis vertiefen möchten, um besser für sich selbst und für andere sorgen zu können.

 

Die Tendenz, uns selbst negativ zu beurteilen und uns selbst in grundlegender Weise als mangelhaft zu sehen, ist eine der wichtigsten Ursachen für unser Unglücklichsein.

Der Kurs zeigt Schritt für Schritt, wie Mitgefühlstraining helfen kann, emotionale Resilienz zu stärken, die Wunden niedrigen Selbstwertgefühls zu heilen und die Stärke zu offenbaren, die in unserer Verletzlichkeit liegt.

Die Praxis des Mitgefühls und der liebenden Güte hilft uns, uns nicht mehr in unserem urteilenden Geist zu verfangen; wir lehnen nicht länger Aspekte von uns (oder andern) ab, die wir normalerweise als ungewollt oder schlecht beurteilen.

 

Jahrhundertealtes Wissen kontemplativer Traditionen werden im MBCL verknüpft mit modernen Erkenntnissen der Neurowissenschaften, Evolutionspsychologie, Positiven Psychologie und der dritten Generation von Verhaltenstherapien, z.B. ACT.

 

Die Struktur des MBCL- Programms ist ähnlich wie die eines MBSR- Kurses, mit acht theoretischen Sitzungen von je 2,5 Stunden, die im wöchentlichen Abstand stattfinden; sowie einem Tag der Stille.

Alle Übungen und Aufgaben bauen auf Fertigkeiten auf, die bereits im vorangegangenen Achtsamkeitstraining erworben wurden. Die meisten werden in den Gruppensitzungen angeleitet. Ebenfalls werden die Übungen als Audiomaterial und Transkripte für die Praxis zu Hause zur Verfügung gestellt.

 

Von den Teilnehmenden wird erwartet, dass sie täglich ca. 45 Minuten formelle Übungen durchführen und ebenso informelle Übungen in ihren Alltag einbringen. 

So erhalten sie eine Fülle an Erkenntnissen und Möglichkeiten für Veränderung und persönliches Wachstum.

  

Mitgefühl verlangt eine mutige Haltung, um eigenes und fremdes Leiden zu lindern und zu verhüten. Es ist gewiss keine weiche oder einfache Option, dafür wurde jedoch nachgewiesen, dass sich die Entwicklung und Praxis des Mitgefühls auf bemerkenswerte Weise auf unser seelisches Wohlbefinden auswirkt“.   Dr. Paul Gilbert